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13.04.2018, Pinneberg

Handgenähte Unikate lindern Schmerzen von Tumorpatientinnen am Brustzentrum des Regio Klinikums Pinneberg

Landfrauen stiften 175 „Herzkissen“

175 Herzkissen gegen den Wundschmerz: Dr. Peter Paluchowski (rechts), Leiter des Brustzentrums, und Oberärztin Dr. Kerstin Ramaker (2. v. rechts) freuen sich über die liebevolle Spende der Landfrauen.  

Foto: Birga Berndsen
 

175 „Herzkissen“, jedes ein handgenähtes Einzelstück, stifteten die Landfrauen Haseldorfer Marsch und Umgebung jetzt dem Brustzentrum am Regio Klinikum Pinneberg. Die weichen Präsente lindern die Beschwerden von Brustkrebspatientinnen.

50 mal 50 Zentmeter große Quadrate aus Baumwollstoff zuschneiden, jeweils zwei davon zusammennähen, eine gleichmäßige Rundung einschneiden, die Innenseite nach außen kehren und die Nähte sorgfältig ausbügeln, den so entstandenen Stoffbeutel aufs Gramm genau mit Baumwollwatte füllen und schließlich die verbliebene Öffnung mit Nadel und Faden Stich für Stich schließen – wer ein sogenanntes „Herzkissen“ nähen will, braucht ein bisschen Geduld. Selbst Routiniers wie Barbara Buckesfeld und ihre fünf ehrenamtlichen Mitstreiterinnen von den Landfrauen Haseldorfer Marsch und Umgebung arbeiten annähernd zwei Stunden an jedem der anschmiegsamen Einzelstücke. 

Die Investition der freien Zeit lohnt sich. Denn jedes der kürzlich überreichten 175 weichen Stoffherzen bietet einer weiteren Brustkrebspatientin Entlastung. „Unter die Achsel geschoben, lindert das Herzkissen die Beschwerden nach der Operation, bei der der Tumorpatientin Sentinel-Lymphknoten zu diagnostischen Zwecken entnommen werden“, sagt Dr. Kerstin Ramaker, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Koordinatorin des am Regio-Standort Pinneberg angesiedelten Brustzentrums. „Die Herzkissen sind aber auch Medizin für die Seele“, ergänzt Jens Gritschke, Bereichsleiter auf den Brustkrebs-Stationen der Klinik. „Sie vermitteln unseren Patientinnen das Gefühl, dass da ein anderer Mensch für sie liebevoll gearbeitet hat.“

Die Idee stammt aus den USA. Eine Dänin importierte sie nach Europa. „Wir haben die Kissen zum ersten Mal 2010 auf einer Patchworkausstellung in Rendsburg gesehen“, sagt Barbara Buckesfeld, die auch Kurse für Patchwork gibt. Gemeinsam mit Bärbel Haker, Elke Jensen, Renate Lorenzen, Anke Waldhaus und Andrea Wulff – ebenfalls aktiv bei den Haseldorfer Landfrauen – hat sie Dutzende von Stoffbahnen verarbeitet. „Wir treffen uns einmal im Monat für etwa drei Stunden“, sagt Koordinatorin Barbara Buckesfeld. 

Um die Mittel für die Stoffe und Kurzwaren zu beschaffen, sammeln die Landfrauen auf dem alljährlichen Apfelfest des Haseldorfer Obsthofs Plüschau Spenden. Gegen einen Obulus von zwei bis drei Euro dürfen die Besucher dort die Herzkissen mit persönlichen Kartengrüßen versehen. 

Weitere Mitstreiterinnen sind den Landfrauen willkommen, nicht nur zum Nähen, auch zum Füllen der Herzen, zum Zuschneiden und zum Ausbügeln der Nähte. Interessentinnen können sich direkt an Barbara Buckesfeld, Telefon (04122) 8 33 59, wenden.

Kontakt

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Regio Kliniken GmbH | Birga Berndsen | Pressesprecherin und Leiterin Unternehmenskommunikation | 
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